Von 1627 …

… bis 2025:

Mit zwei KI-Kurzvideos macht das katholische Hilfswerk „Missio Aachen“ auf die Verfolgung und Stigmatisierung vor allem von Frauen und Mädchen als vermeintliche Hexen aufmerksam. Dem Historiker Werner Tschacher zufolge wurden seit 1960 weltweit mindestens 55.000 Menschen wegen angeblicher Hexerei getötet – mehr als während der Zeit der neuzeitlichen Hexenprozesse in Europa.
Angesichts von Klimakrise, Ressourcenkämpfen, Epidemien und Hunger seien steigende Opferzahlen zu erwarten, „da in unter Druck stehenden Gesellschaften Sündenböcke gesucht und gefunden werden“, sagte Tschacher. Für das laufende Jahr wurden in 46 Ländern der Erde Gewalttaten gegen Menschen dokumentiert, denen Hexerei vorgeworfen wird. Seit 2020 ruft „Missio“ den 10. August zum „Internationalen Tag gegen Hexenwahn“ aus.

Die Fallstudie „Christina“ (Papua-Neuguinea) wird ausführlich in einer 80-seitigen Broschüre geschildert. Eine Publikation „Hexenwahn zwischen damals und heute“ steht ebenfalls zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Zum Weiterlesen:
- „Immer mehr Frauen werden Opfer von Hexenverfolgung“ FAZ (5. August 2025)
- „Hexenjagd nimmt zu – Opfer in 46 Ländern“ zdf (5. August 2025)
- „Wie man eine Hexe erkennt? – Man muss einfach herausfinden, ob sie einen mächtigen Mann verärgert hat“ Aufbau-Verlage (7. Februar 2024)
- Harder, Bernd „Hexen zwischen Eso-Quatsch und tödlichem Aberglauben“ skeptix (15. April 2025)
- Harder, Bernd „Kindoki Witch Boy: Wie der Glaube an Hexen und Zauberei immer noch Opfer fordert“ skeptix (1. März 2025)
- „Warum missio einen Internationalen Tag gegen Hexenwahn ausruft“ katholisch.de (9. August 2020)


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