Moderne Verschwörungstheorien folgen ähnlichen Mustern wie Anschuldigungen der angeblichen Hexerei, die bis heute weltweit Gewalt gegen Frauen auslöst,
sagt die australische Strafrechtlerin Miranda Forsyth in der neuen Folge des Podcasts Echt. Unglaublich! von missio, kontinente und domradio:

Hostin Hilde Regeniter spricht mit Forsyth und der Schweizer Ordensfrau Sr. Lorena Jenal über die Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea (wir berichteten).
Hexenglaube und Verschwörungstheorien lieferten scheinbar plausible Erklärungen für Unglück und Unsicherheit, erläutert Forsyth. Beide machten verborgene Feinde verantwortlich und verstärkten sich durch soziale Dynamiken.
„Umso mehr Menschen sich einer Verschwörungstheorie anschließen, umso überzeugender erscheint sie“, erklärt die Juristin. Das gelte auch für den Hexenwahn. Schließlich könne es sogar als moralische Pflicht gelten, vermeintliche Feinde anzugreifen.
Menschen glaubten dann, ihre Familien oder ihre Gemeinschaft verteidigen zu müssen.
Vor kurzem hatte auch RTL Extra über Lorena Jenal berichtet.
Ein Video über die neuzeitliche Hexenverfolgung gibt’s bei ARTE:
Zu Zehntausenden wurden vor allem Frauen in Europa der Hexerei beschuldigt und hingerichtet. Warum? Wir begeben uns auf eine Spurensuche durch die christliche Dämonologie und das frühmoderne Gerichtswesen. Wir stoßen auf Buchdruck und Klimawandel, denn die Hexenjagd wurde durch viele Faktoren ausgelöst und war eine komplexe gesellschaftliche Dynamik.
Zum Weiterlesen:
- Salmansberger, Theresa „Grausame Schicksale: Diese Hexenverfolgungen in Bayern schockieren besonders“ merkur (13. Oktober 2026)
- Schilling, Wolfgang „Nervige Frauen: Juliane Schiemenz über Hexen, Wut und Weiblichkeit“ mdr (13. Oktober 2026)
- Harder, Bernd „Moderne Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea“ skeptix (29. August 2026)
- Gibson, Marion „Hexen – Eine Weltgeschichte in 13 Prozessen vom Mittelalter bis heute“ Aufbau-Verlag (14. Februar 2024)
Titelfoto: RTL



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