Altes Erbe – neuer Geist? Bräuche im Spannungsfeld von Volksfrömmigkeit und Zeitgeist
ist ein Studientag am 21. November in Augsburg überschrieben:
Rauhnächte, Räucherrituale etc.– Bräuche erleben derzeit eine neue Popularität, nicht nur als kulturelles Erbe, sondern auch als spirituelle Ressource. Dabei zeigen sich unterschiedliche Deutungen: von gewachsener christlicher Volksfrömmigkeit bis hin zu esoterischen oder neuheidnischen Umdeutungen.
Die Studientage im November 2026 und März 2027 laden dazu ein, nach den volkskundlichen Grundlagen von Bräuchen und ihrer gegenwärtigen Gestaltung zu fragen.

Welche Sehnsüchte nach Identität, Beheimatung, Ritual und Selbstwirksamkeit kommen darin zum Ausdruck? Welche Bedürfnisse werden angesprochen – und warum scheinen sie heute vielfach außerhalb christlicher bzw. kirchlicher Formen beantwortet zu werden?
Oder anders formuliert: Weshalb finden viele Menschen offenbar eher in neu gedeuteten Ritualen Antworten als in klassisch christlich geprägten Bräuchen?
Es referieren die Ethnologin Wibke Reimer und die Religionswissenschaftlerin Judith Bodendörfer. Die Veranstaltung umfasst die Bräuche im Jahreslauf zwischen Dezember und März, beim zweiten Teil am 6. März geht es dann um April bis November.
Die Teilnahme ist kostenlos und auch online möglich. Hier geht es zur Anmeldung.

Am 5. November laden SkepTisch Augsburg und die Bayerische Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Kreise (ADK) zu zwei Abendvorträgen im Annapam ein.
Zum Weiterlesen:
- Harder, Bernd „Gefahren, Psychologie und Schwurbel: Podcast und Videos über Verschwörungstheorien“ skeptix (9. Juli 2026)
- Harder, Bernd „Von Ingolstadt in die Epstein-Akten: Vor 250 Jahren wurde der Illuminaten-Orden gegründet“ skeptix (1. Mai 2026)
- Harder, Bernd „Monster des Grauens und der Revolution: Frankenstein und die Illuminaten in Ingolstadt“ skeptix (18. Juli 2025)
Titelfoto: Unsplash/Julia Raasch



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