Der österreichische Psychotherapeut Florian Friedrich (Salzburg) hat vier neue Folgen seiner kritischen Videoreihe zum Thema „Rituelle Gewalt – Mind Control“ veröffentlicht:
Rituelle Gewalt vs. Justiz: Wenn Traumatherapie iatrogene Schäden anrichtet
Was passiert, wenn Traumatherapie zur Weltanschauung wird und die Grenzen zur Justiz verschwimmen? In Folge 8 meines Podcasts beleuchte ich den schmalen Grat zwischen realer Kriminalität und iatrogenen Suggestionen.
Wenn Rituelle Gewalt zur Ideologie wird: Wie Therapeuten den Ausstieg schaffen
Was passiert, wenn ein therapeutisches System zur Ideologie wird und sich nur noch selbst schützt? Ich analysiere den schmerzhaften Ausstieg von Fachkräften aus dem SRA-Paradigma.
Trauma, Macht und Suggestion: Der Ausstieg aus schädlichen Therapiedynamiken
Heute widmen wir uns einem tabuisierten Systemfehler in der Psychoszene: Dem Missbrauch von Bindungssicherheit durch suggestive Verschwörungserzählungen (wie „Rituelle Gewalt“ und „Mind Control“).
Die kolonisierte Biografie: Macht und Deutungshoheit in der Traumatherapie
In dieser Episode stoßen wir zum eigentlichen ethischen Kern vor: Macht, Asymmetrie und die fundamentale Frage nach der Deutungshoheit im therapeutischen Raum. Was passiert, wenn suggestive Theorien unbewusst die Leerstellen einer traumatisierten Biografie kolonisieren?
Wir beleuchten die harte Grenze zwischen realer krimineller Gewalt und unbewiesenen Behauptungen über programmierte „Computer-Subpersönlichkeiten“ im Geist.
Dazu gibt es die Blog-Artikel:
- Traumatherapie vs. Justiz: Die Gefahr von Scheinerinnerungen
- Ausstieg aus der Bubble der Rituellen Gewalt-Ideologie
Friedrichs Fazit:
Sich einzugestehen, dass man als Helfer Schaden angerichtet oder Patienten in eine falsche Richtung gelenkt hat, gehört zum Schmerzhaftesten, was eine therapeutische Karriere bereithalten kann.
Doch der Ausstieg ist der einzige Weg zurück zu einer ethischen, wissenschaftlich fundierten Psychotherapie. Er schützt nicht nur Sie selbst vor dem professionellen Burnout in einer Verschwörungswelt, sondern gibt auch Ihren Patienten die Chance auf echte, realitätsorientierte Heilung.
Die Korrektur beginnt mit der Rehabilitation eines Satzes, der im SRA-Paradigma als Schwäche gilt: „Ich weiß es nicht“. Dieser Satz ist eine professionelle Höchstleistung und ein Akt der Demut. Wenn eine Ideologie verlangt, die wissenschaftliche Skepsis zu opfern, schützt sie nicht mehr den leidenden Menschen, sondern nur noch sich selbst.
Der Ausstieg ist daher kein Verlust, sondern die Wiedergeburt Ihrer psychotherapeutischen Integrität.
Am 18. Oktober ist die Kriminalpsychologin Lydia Benecke mit ihrem Vortrag
Teufelswerk oder Hexenjagd? Mythen um Rituelle Gewalt und Mind Control
in Bonn zu Gast.
Im November erscheint das Buch
Das Narrativ „Rituelle Gewalt“ – Verschwörungsmythen und toxische Beziehungen in Psychotherapie und Beratung
von Jörg Fegert, Lea Frühauf, Jelena Gerke und Kim Magiera.
Fegert und Gerke haben bereits eine lesenswerte „Expertise zu Begrifflichkeiten und Häufigkeiten im Bereich organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt“ und den Aufsatz „Wovon sprechen wir eigentlich?“ sowie die Studie „Autonomie- und teilhabeeinschränkende toxische Beziehungen zwischen Therapeut*innen und Patient*innen: Eine qualitative Studie zum Narrativ rituelle Gewalt“ veröffentlicht.
Zum Weiterlesen:
- Friedrich, Florian „Ausstieg aus der Bubble der Rituellen Gewalt-Ideologie“ psychotherapie-salzburg (9. Oktober 2026)
- Friedrich, Florian „Traumatherapie vs. Justiz: Die Gefahr von Scheinerinnerungen“ psychotherapie-salzburg (9. Oktober 2026)
- Harder, Bernd „RG-MC-Verschwörungstheorie: Dissoziative Identitätsstörung und Bullshitkommentare“ skeptix (4. Oktober 2026)
- Harder, Bernd „Das Problem mit ritueller Gewalt und Mind Control“ skeptix (16. September 2026)
- Harder, Bernd „Totaler Fehlschlag Mind Control: Neue Aktenveröffentlichungen zum MK-ULTRA-Projekt“ skeptix (9. Februar 2025)
Titelfoto: Unsplash/Jrkorpa



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