Videos: Ärztliche Aufklärung über Medfluencer, Health Claims und Schwurbelmedizin

(Lesedauer ca. 2 Minuten)

Ehrlich gesagt, als ich das gesehen habe, habe ich auch gedacht, ey, das kann doch gar nicht wahr sein, von so einem Verlag.

Die Rede ist von dem Machwerk „Homöopathie in der Intensiv- und Notfallmedizin“ vom renommierten Urban & Fischer-Verlag (Elsevier). Tobias Weigl, selbst Facharzt für Intensiv- und Notfallmedizin, spricht darüber in der neuen Folge von DoktorWeigl AmPuls mit dem Schwurbelbasher Jasper Iske (ab Minute 37:30):

Falsche Ärzte im Netz? Schock-Wahrheit über Medfluencer

Außerdem war Iske beim Videopodcast Medical Portraits zu Gast:

Das schlechte Gewissen der Medfluencer

Jasper erklärt, warum viele vermeintliche Expert:innen online einen Erfahrungsgrad inszenieren, den sie in der klinischen Praxis nicht haben – und warum das gefährlich werden kann, wenn daraus Produktempfehlungen, Health Claims oder ganze Geschäftsmodelle entstehen.

Gleichzeitig geht es um die Verantwortung von Ärzt:innen: Wie können medizinische Fachpersonen sichtbar werden, ohne unseriös zu wirken? Wo endet Aufklärung, wo beginnt Werbung? Und warum braucht es einen Gegenpol zu lautstarker Desinformation?

Apropos Homöopathie und Schwurbelaufklärung: Auch Natalie Grams wurde vor zwei Monaten in diesem Kanal vorgestellt:

Neuanfang trotz Erfolg: Als ihr Weltbild ins Wanken geriet

Was passiert, wenn eine Ärztin gleich zweimal ihr bisheriges Leben infrage stellen muss?

Natalie Grams erzählt von Krankheit, Erkenntnis und dem Mut, sich öffentlich gegen das eigene frühere Weltbild zu stellen. Natalie Grams ist Ärztin, Autorin und Wissenschaftskommunikatorin. Viele kennen sie durch ihre kritische Auseinandersetzung mit Homöopathie. In dieser Episode sprechen wir aber auch über ihre eigene Erkrankung an ME/CFS und über die Realität postviraler Erkrankungen.

Natalie erzählt, wie sich ihr Blick auf Medizin über die Jahre verändert hat: von der Arbeit in einer homöopathischen Privatpraxis über den radikalen beruflichen Bruch bis hin zur Wissenschaftskommunikation, unter anderem am Robert Koch-Institut. Es geht um intellektuelle Redlichkeit, persönliche Konsequenzen und darum, wie es sich anfühlt, als Ärztin plötzlich selbst Patientin zu sein.

Eine Folge über Zweifel, öffentliche Debatten und die Suche nach einer neuen beruflichen Identität.

Zum Weiterlesen:

Titelfoto: Freepik

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