Warum Alternativmedizin so überzeugt: Nora Pösl im „Bartocast“, die Dritte

(Lesedauer ca. < 1 Minute)

Dr. Nora Pösl ist zum dritten Mal zu Gast:

Diesmal geht es um Alternativmedizin in all ihren Spielarten: Homöopathie, Naturheilverfahren, Anthroposophie, Heilpraktiker und esoterische Gesundheitsprodukte.

Warum wirken diese Angebote auf viele Menschen so plausibel und attraktiv? Welche Rolle spielen Aufmerksamkeit, Hoffnung, Placebo und Misstrauen gegenüber der regulären Medizin? Und wo kippt das Ganze ins Gefährliche?

Wir sprechen über Chlordioxid, schwarze Salbe, DMSO, Methylenblau, Biohacking, Peptide und Looksmaxxing – und darüber, wie eng Gesundheitsversprechen, Selbstoptimierung, Esoterik und Verschwörungsdenken miteinander verbunden sein können.

Zum Weiterlesen:

Titelfoto: Pixabay/savihc

Kommentare

5 Kommentare zu „Warum Alternativmedizin so überzeugt: Nora Pösl im „Bartocast“, die Dritte“

  1. Passt ja gut als Signal …

    Evidenzbasierte Medizin – Bund streicht renommierter Cochrane-Stiftung die Förderung, 28.09.2026

    https://www.sueddeutsche.de/politik/warken-ausstieg-foerderung-cochrane-evidenzbasiert-medizin-freiburg-li.3553545?reduced=true

    (oder im Archiv: https://archive.ph/Ot0Er)

  2. Diaphanoskopie

    Zum Ähnlichkeitsprinzip habe ich eine Anmerkung:

    Dem wird ja immer wieder eine Augenscheinplausibilität unterstellt, weil es angeblich wie beim Impfen sei und „das funktioniere ja auch“. Allerdings hat die Impfung die zu Hahnemanns Zeiten bekannt war in der Argumentation das Problem, dass es sich um „Kuhpocken“ handelte. Da war also nicht viel mit Ähnlichkeit beim Menschen.

    Und auch in der homöopathischen Logik bricht die angebliche Plausibilität des Ähnlichkeitsprinzips schnell ein.

    Hahnemann suchte nämlich nach dem ähnlichsten individuellen Symptom. Da er der Meinung war, Krankheiten entstünden zuerst auf geistiger Ebene (oder deren Ursache liege dort), mussten auch erst die geistigen Symptome behandelt werden, die individuellen. Darum fragen Homöopath:innen auch so abgefahrene „Symptome“ ab.

    Die körperlichen Symptome sind ihnen erst mal egal, die sind oberflächlich. Darum werden sollen die ja auch nicht einfach „weggemacht“ werden (Schmerzmittel? Nie!). Das individuelle geistige Symptom kann dann sein, dass ich von einem weißen Kaninchen träume, Abends Hunger auf warmes Essen habe oder Dinge witzig finde, die ich früher nie witzig fand.

    Das erste Mittel das ein Homöopath:in verschreibt, ist genau gegen dieses Symptom. Wenn das weg ist, arbeitet man sich durch die geistige Ebene und nimmt immer wieder das individuelle geistige Symptom. Orientierung wann man sich um was kümmert geben z. B. die heringschen Regeln.

    Aus diesem Grund ist es auch eigentlich Unsinn (als nach homöopathischer Logik), Zwiebelpotenzen gegen Allergie (wegen brennender Augen) zu geben, weil das weder ein individuelles noch ein geistiges Symptom ist.

    Andre hat zu Homöopathie nach meiner Kenntnis nie viel gemacht. Da würde ich Norbert Austs „Beweisaufnahme Homöopathie“ empfehlen, wo er sie wirklich sehr schön seziert oder Natalie Grams „Homöopathie Neu Gedacht“ in dem sie sich selbst aus dem System Homöopathie herausargumentiert.

  3. Diaphanoskopie

    Zum Placebo-Effekt:

    Mein Stand ist, dass es im engeren Sinne zwei Mechanismen gibt, die als Placebo-Effekt bezeichnet werden: Die Erwartung und die Konditionierung (wenn man pedantisch argumentiert, könnte man sagen, dass das eigentlich dasselbe ist).

    Alles andere sind unspezifische Effekte, die wie eine spezifische Wirkung aussehen können: Regression zur Mitte, Gefallen wollen, natürlicher Verlauf, eine andere Therapie.

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