Verschwörungs-Doku „Soldaten des Lichts“ jetzt im Fernsehen

(Lesedauer ca. 3 Minuten)

„Soldaten des Lichts“ von Julian Vogel läuft am Montag (29. Dezember, 0.15 Uhr) im ZDF:

„Soldaten des Lichts“ beschäftigt sich mit der wachsenden Szene von reichsbürgernahen Influencern, Life Coaches und selbsternannten Heilern, die Verschwörungserzählungen verbreiten und antidemokratische Positionen vertreten.

Diese Akteure setzen auf apokalyptische Szenarien, Bedrohungen und Heilsversprechen, um ihre Followerschaft zum Kauf von Kursen und Produkten zu animieren. Der Film porträtiert beispielhaft einige Anhänger dieser auf Selbstoptimierung ausgerichteten Szene und zeichnet deren zwischenmenschliche (Macht-)Beziehungen nach.

In der Mediathek ist der Dokumentarfilm bereits verfügbar (ab 22 Uhr):

https://www.zdf.de/dokus/soldaten-des-lichts-movie-100

Vogels Diagnose sei, „dass in der Welt der esoterisch angehauchten Reichsbürger alle aneinander vorbeireden und vornehmlich Kundschaft generieren wollen“, rezensiert die Evangelische Zeitung die Doku:

Der Film spielt Mäuschen im Reichsbürger-Milieu. Deutlich wird dabei, dass es vor allem auch ums Geld geht. David [„Mister Raw“] ist ständig mit dem Ausbau seines Geschäftsmodells beschäftigt. Auch der Geistheiler Sananda, vormals ein Sozialhilfeempfänger, freut sich über seinen neuen Finanzstatus als “geistiger Führer der Welt”.

Ein Interview mit Regisseur Julian Vogel hatten wir hier im Blog:

https://skeptix.org/2025/05/21/wir-sind-soldaten-des-lichts-interview-mit-julian-vogel-ueber-seinen-neuen-dokumentarfilm/

Ein weiteres ausführliches Gespräch mit Vogel zum Thema „Wie macht man einen Film über die Verschwörungsszene?“ findet sich beim Youtube-Kanal Enhancer Journals.

Zum Weiterlesen:

Titelfoto: ZDF/Julian Vogel

Kommentare

5 Kommentare zu „Verschwörungs-Doku „Soldaten des Lichts“ jetzt im Fernsehen“

  1. Zu dem relinfo-Link:

    Recht und schön, dass relinfo eine ausführliche Rezension zum Kinofilm „Soldaten des Lichts“ auf ihrer Homepage veröffentlicht.

    Was ich dagegen stark vermisse: Wo bleibt eine ausführliche Rezension und Kritik zur Sekte OCG und ihrem Internetsenders kla.tv, die ihren Stammsitz in der Schweiz hat, und zu all dem „Müll“, der dort verbreitet wird?

    Sollte da nicht relinfo als Schweizer „Sektenstelle“ an „vorderster Front“ informieren und aufklären? Wo sind da Informationen und Aufklärung? Was ist da los? Haben sie sich „bequatschen“ lassen von „Sasekianern“ und ihrem ewigen Lamento, dass sie ja so toll seien und vom „bösen Mainstream so übel diffamiert würden“? Oder was ist da sonst los?

    Über einen „kleinen“ deutschen Kinofilm können sie ausführlich rezensieren, aber nicht über eine Sekte mit „Hauptsitz“ in der Schweiz mit ihrem rechtsideologischen Internet-TV-Sender kla.tv, über den die „verschiedensten Verschwörungsideologien“ massiv Verbreitung finden? Das betrifft das „Kerngeschäft“ von relinfo, und was hört man da? Nichts. Wirklich sehr schwache Leistung von relinfo!

  2. @ Bernd Harder
    Ja, freilich, zugegeben, es gibt diese vereinzelten Berichte bei relinfo.

    Aber für eine „Sekte“ wie OCG mit ihrem „kla.tv“, mit dem sie bis auf sonntags täglich Fakes verbreitet und mit einzelnen „Sendungen“ Aufrufzahlen in Millionenhöhe erreicht, finde ich das sehr wenig.

    Was in dem Lexikon-Artikel veröffentlicht ist, finde ich ziemlich dürftig, einzelne Behauptungen, z.B., dass nach einer „Austrittswelle“ die Zahl der OCGer kleiner geworden sei, entspricht nicht der Faktenlage.

    Die beiden andern Artikel werfen einzelne Schlaglichter auf zwei einzelne OCG- bzw- kla.tv-Themen. Was dabei fehlt, ist der Zusammenhang, das „big picture“.
    Und warum ausgerechnet eine der beiden neuesten Mitarbeiterinnen bei relinfo, eine Studentin der Religionswissenschaft, die seit 2025 dort arbeitet und vermutlich ein Praktikum dort macht, den Artikel über die „Blutsekte“ schreiben muss, erschließt sich mir nicht.

    Der Artikel ist nicht unbedingt schlecht, aber es fehlt z.B. einfach das „big picture“ dabei, die Zuordnung, Einordnung des „kla.tv-Treibens“, warum das Thema „Blutsekte“. Es liegt mir dabei absolut fern, mit meiner Kritik die junge Mitarbeiterin diskreditieren zu wollen, ich finde einfach die „Konzeption dahinter“ sehr befremdlich.

    Wegen all dem Genannten bleibe ich bei meinem „Lamento“ über relinfo.

  3. Habe die Doku erst jetzt gesehen und fand sie sehr beeindruckend.

    Um Timo tat es mir irgendwie die ganze Zeit leid und die Nachricht über seinen Tod hat mich traurig gemacht. Er sah mir leicht anorektisch aus und da hat man auch außerhalb der Rohkostszene die A*karte. (Wenn ich mich richtig erinnere die höchste Sterblichkeitsrate unter den psychischen Erkrankungen).

    Wenn man beachtet, wo die ihre „Wildkräuter“ gesammelt haben, hätte man das Lokal vermutlich schneller durch das Gesundheitsamt schließen lassen können.

    Da ich mich der veganen Szene zugehörig fühle, erstaunt es mich aber immer wieder, dass Veganer anscheinend immer mit irgendeinem Blödsinn in Verbindung gebracht werden. Die einen sagen „die rechten Veganer“, die anderen „die linken Veganer“.

    Wir kriegen einfach für alles einen auf den Deckel x-D

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