„Rituelle Gewalt“ und mehr im Jahresbericht der Bundesstelle für Sektenfragen

(Lesedauer ca. 2 Minuten)

Das „Rituelle Gewalt – Mind-Control-Narrativ“ ist auch Thema im Tätigkeitsbericht 2025 der österreichischen Bundesstelle für Sektenfragen:

https://bundesstelle-sektenfragen.at/wp-content/uploads/Taetigkeitsbericht_2025.pdf

Weitere Themen sind Coaching (u.a. ein „Update Markus Streinz“), Otto Muehl und „764“.

Die neueste Veröffentlichung zu „764“

Remotely Coerced Violence: 764, The Com Network, and the Hybridization of Threats

ist im Fachmagazin CTC Sentinel erschienen.

Die Rituelle Gewalt-Mind Control-Verschwörungstheorie war auch Thema bei der Jahresfachtagung der Initiative zur Hilfe gegen seelische Abhängigkeit und religiösen/weltanschaulichen Extremismus am vergangenen Wochenende in Nittendorf. Kurze Berichte gibt es hier, hier und hier.

Zum Weiterlesen:

Titelfoto: Christian Lohwasser

Kommentare

9 Kommentare zu „„Rituelle Gewalt“ und mehr im Jahresbericht der Bundesstelle für Sektenfragen“

  1. Mir als Beraterin der Misshandelten z.B. aus Inzest der gefährlichen Pädokriminalität ist es schleierhaft, wie man noch immer rituelle Gewalt, oft über Hirnwäsche, heute oft auch als Manipulationstechniken in den internen RG-MC-Kreisen aus der Psychotraumatologie bezeichnet, der sogenannten Mind-Control zur DIS als wahr betrachten kann.

    Sehr oft stellen diese Verschwörungsgläubigen diese Ideologie noch immer als die allerschlimmste Ausbeutung hin.

    Dies ist eine Ohrfeige dieser Feminist:innen an alle Opfer der Pädosexualdelikte sondergleichen.

    Diese Diskreditierung der eigenen kPTBS-Erfahrungswelt zugunsten von RG-MC, meist dann als DIS bezeichnet, ist meines Erachtens die schlimmste Mythe in unserem Zeitgeist.

    Verschwörungstheorien haben nichts in Studien, Therapien bis Konzepten der Wissenschaft verloren.

  2. Ein erstes Bauernopfer bei „Mission Freedom“:

    Das „bisherige Social Media-Team“ wird ausgetauscht:

    https://www.instagram.com/p/Da7wwuxDD1n/

    Die Leiterin war übrigens die Geschäftsführerin der Himmelsstürmer Deutschland GmbH, die das Haus SeeNest betrieb. Sicher nur Zufall.

  3. @Bernd Harder

    Handelt es sich um Inga Gerckens? Falls ja, wird sie bestimmt auf andere Art und Weise im Verein wichtig bleiben.

  4. @Sebastian:

    Sie moderiert jedenfalls den offiziellen Mission Freedom-Podcast und tritt öffentlich als Sprecherin auf.

    Falls ja, wird sie bestimmt auf andere Art und Weise im Verein wichtig bleiben.

    Kommt drauf an, was Frau Wentland damit meint, dass „Gott Menschen aussortiert“:

    https://www.instagram.com/p/Da8oIDkiPk0/?img_index=1

  5. @Bernd Harder

    Im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Multimedia Teams könnte es hinkommen. Mal abwarten.

  6. @Bernd Harder

    Gerade was bei Fundiwatch gefunden ….

    „Schließlich wird mitgeteilt, dass Inga Gerckens, die Geschäftsführerin der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH und langjährige Leiterin der „Schutzhäuser“ von Mission Freedom sich Ende Juli „neuen beruflichen Wegen widmen“ werde.“

    War anscheinend schon am 13.06. bekannt:

    https://www.fundiwatch.org/chronologie-haus-seenest-mission-freedom/

  7. Diese Website informiert über die sogenannte „Satanic Panic“ und die anhaltende Debatte um rituelle Gewalt und Mind-Control:

    https://dissoziationen.de/

  8. „Die“ Bonnies bei WEB.de, ohne kritische journalistische Einordnung:

    https://web.de/magazine/wissen/psychologie/hunderte-persoenlichkeiten-koerper-42532898

  9. @Bluesmaker:

    Ja, das ist das Niveau von dem Wildhage-Video.

    Bei unserem WTF-Talk „Satanic Panic-Update 2“ war das Fazit:

    Nach jahrelanger Beschäftigung mit Studien und Fällen bringt es Frank Urbaniok auf den Punkt: „Ich bin überzeugt, die DIS im Sinne von strukturellen abgespaltenen Persönlichkeiten, die ein Eigenleben führen, das gibt es nicht.“ Was es jedoch gebe, sind jede Menge Phänomene von traumatisierten Menschen, Traumafolgestörungen bzw. unterschiedliche Symptome im dissoziativen Bereich. Bezugnehmend auf Dr. David Spiegels Interview im Video „Sybil. A brilliant hysteric?“ weist Benecke ergänzend darauf hin, dass es nicht um mehr als eine komplette Persönlichkeit gehe, sondern um eine Persönlichkeit, die in ihren Zuständen Schwierigkeiten damit habe, diese in ihrer Wahrnehmung im Gesamtbild zu verbinden. Daneben gibt es jedoch – wie allseits bekannt – die Inszenierungen von DIS in den sozialen Medien, wo die DIS als identitätsstiftender Teil zelebriert wird.

    https://dissoziationen.de/alles/wtf-talk-satanic-panic-update-2/

    Auch in anderen kritischen Veröffentlichungen ist von „psychologischen Zuständen“ die Rede, die aber keine „tatsächlich existierenden Personen“ sind:

    Obgleich solche direkten Übertragungen subjektiven Erlebens in vermeintlich objektive Tatsachen bei anderen Patient*innengruppen aus guten Gründen selten bis nie genutzt werden, hält sich diese Haltung bei der DIS hartnäckig.

    https://www.psychotherapeutenjournal.de/2025/1/ptj202501.005

    Beziehungsweise von „Persönlichkeitszuständen“:

    https://api.aerzteblatt.de/pdf/123/8/m220.pdf

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