Lost in Meditation: Wie gefährlich sind die Vipassana-Schweige-Retreats?

(Lesedauer ca. 3 Minuten)

Zum Podcast „Dark Dhamma“ über die Vipassana-Meditation (November 2025) erreichte die Seelenfänger-Hosts Christiana Hawranek und Katja Paysen-Petersen „sehr viel Feedback, und zwar mehr als zu den anderen Seelenfänger-Staffeln“. Darunter auch von Vipassana-Fans und „Menschen, die sich angegriffen fühlen“.

In einer neuen Folge nehmen Hawranek und Paysen-Peterson Stellung zu den Vorwürfen:

https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:3a208b1a08394f47/

Man könnte auch sagen: Sie erneuern und vertiefen ihre Kritik an den Schweige-Retreats nach S.N. Goenka:

Es kann eben beides sein. Für die einen eine wertvolle und für die anderen eine verstörende Erfahrung.

Dazu hat der Bayerische Rundfunk die Graphic Novel

Zehn Tage Stille: Wenn intensive Meditation krank macht

produziert:

„Vipassana-Meditation nach Goenka“ wird auf allen Kontinenten angeboten. Die Teilnehmenden schweigen und meditieren sehr intensiv, oft an abgelegenen Orten, zehn Tage lang. Jede Ablenkung, selbst Blickkontakt, ist untersagt. Doch was passiert, wenn in der Stille Traumata hochkommen?

John und Hannah aus Bayern haben es erlebt. Ihr Retreat mündete in ein lebensbedrohliches Abenteuer.

Der Psychologe und Meditationsforscher Dr. Ulrich Ott erklärt im BR-Interview: „Diese tiefen Erfahrungen zu machen ist einerseits erstrebenswert, weil es in Richtung von so was wie Erleuchtungserfahrung oder tiefer Selbsterkenntnis geht. Andererseits kommt es zu einer Destabilisierung. Und damit gehen dann natürlich auch gewisse Gefahren einher.“

Mit Hilfe einer Graphic Novel, die mit KI-Unterstützung produziert wurde, lassen wir Hannahs Erinnerung an die Ereignisse im Retreat lebendig werden. Wir zeigen, welchen Ausweg die junge Frau gefunden hat. Die Geschichte lässt miterleben, wie eine junge Frau gegen Widerstände auf sich selbst hört – und ihren Mann rettet.

Für alle, die sich für Meditation, psychische Gesundheit und Gruppendynamiken interessieren.

Schon im November gab es auch eine Folge des Tagesschau-Podcasts 11KM:

Zehntausende fahren jedes Jahr in Retreats, um dort nach der Vipassana-Methode zu meditieren. Viele hoffen, dort durch zehn Tage Schweigen mehr über sich und ihre tief vergrabenen Wünsche und Ängste herauszufinden.

Für viele klappt das, doch für manche Menschen ist die Meditation zu extrem – und sie kommen nicht erleuchtet, sondern psychisch krank nach Hause.

Die BR-Reporterinnen Christiane Hawranek und Katja Paysen-Petersen haben für die neue Staffel des Seelenfänger-Podcasts “Dark Dhamma” mit Betroffenen gesprochen. In dieser 11KM-Folge erzählt Christiane Hawranek auch, weshalb Experten vor der Teilnahme an solchen Retreats warnen.

Zum Weiterlesen:

Titelfoto: Unsplash/Dingzeyu Li

Kommentare

2 Kommentare zu „Lost in Meditation: Wie gefährlich sind die Vipassana-Schweige-Retreats?“

  1. Wenn in der Stille Traumata hochkommen, dann hast du die Bedienungsanleitung nicht gelesen.

    Wenn ich mit meinem kaputten, aber schmerzfreien Knie ins Fitnessstudio gehe und da nach dieser einen blöden Drehung das Band dann doch abreißt, dann gehe ich doch nicht hin und sage „Ihr verdammten Muckibudenesos mit euren Fitnessversprechungen. Lebensgefährlich ist das!“ sondern sage beim Arzt ganz kleinlaut „Hätte ich mich mal vorher checken lassen. War ja bekannt, was da passiert.“

    Naja. Hat einer den Podcast gehört? Ist es wirklich so, dass ganz allgemein Experten vor der Teilnahme warnen? Oder warnen manche Experten manche Menschen so wie ein Orthopäde einen Rheumatiker auch vor der Muckibude warnen würde?

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