„So funktioniert das nicht“: Jan Böhmermann über den vielen Unsinn zu den Epstein-Akten

(Lesedauer ca. 6 Minuten)

Noch keine neuerliche Programmbeschwerde gegen Jan Böhmermann – wie nach der Heilpraktiker– oder der RG-MC-Sendung? Anscheinend nicht.

Am Freitag warf der Satiriker im ZDF Magazin Royale einen Blick in die Epstein-Akten und watschte dabei auch den Unsinn von Podcaster:innen, Youtuber:innen und TikToker:innen ab, einschließlich Xavier Naidoo:

Nein, Xavier Naidoo, so funktioniert das nicht. So funktioniert vielleicht das Konzept „Glauben“, aber nicht das Konzept „Wissen“.

Ist es wirklich eine gute Idee, dass wir die Epstein Files, einen echten, komplexen, undurchsichtigen, widerlichen Kriminalfall, im Internet so behandeln wie die Frage, ob im Inneren der Erde Reptilienmenschen leben?

TV-Kritiker:innen merken an, dass Böhmermann sich dabei „verzettelt“. Die Berliner Morgenpost schreibt:

Die meisten Verschwörungstheorien sind zwar genau das: Geschwurbel.

Aber die reflexartige Gleichsetzung von „Verschwörungsbehauptung“ mit „Irrationalität“ hat viele blind gemacht für reale Machtmissbräuche, die im Verborgenen stattfinden.

Epstein ist der Beweis, dass Mächtige sich tatsächlich miteinander „verschwören“ können.

Aber wer hat das je bestritten? Und wer konkret ist „blind für reale Machtmissbräuche“?

Der Tagesspiegel interviewte dazu Prof. Stephan Lewandowski, Kognitionspsychologe und Koautor von „Das Handbuch über Verschwörungsmythen“ und „The Debunking Handbook“ (auch auf Deutsch verfügbar):

https://www.tagesspiegel.de/wissen/die-machtigen-um-epstein-hatten-verschworungstheoretiker-doch-ein-bisschen-recht-15315020.html

Lewandowski stellt klar, dass sich „noch nie eine klassische Verschwörungstheorie als wahr erwiesen“ habe.

Lewandowski: Echte Verschwörungen wie der VW-Dieselskandal

Tagesspiegel: Volkswagen hatte in seinen Dieselmotoren eine Software eingebaut, die beim Abgastest die Abgaswerte verfälschte. Im normalen Fahrbetrieb stieß das Auto ein Vielfaches der erlaubten Stickoxidmenge aus. Das flog 2015 auf.

Lewandowski: Das war nie eine Verschwörungstheorie. Die wurden von Ingenieuren aufgedeckt, die etwas Merkwürdiges bemerkten und nachbohrten. Dasselbe gilt auch für den Watergate-Skandal

Tagesspiegel: Watergate war ein Einbruch im Auftrag von Ex-US-Präsident Nixon in die Zentrale der Demokratischen Partei, um seine politischen Gegner auszuspionieren. Die Washington Post deckte den Skandal auf, Nixon versuchte, die Ermittlungen zu vertuschen.

Lewandowski: Es waren immer rational denkende Journalisten, Whistleblower, Politiker. Ingenieure, die diese Geschichten öffentlich machten.

Und keine Verschwörungstheoretiker:innen, die nächtens am heimischen PC auf alles Jagd machen, was ihnen verwerflich, schlecht oder auch nur unmoralisch erscheint.

Tagesspiegel: Ist Epstein überhaupt eine Verschwörung oder ist es schlicht dokumentierter Machtmissbrauch durch Eliten, die sich gegenseitig schützen?

Lewandowski: Sein Netzwerk hat sich wirklich wenig Mühe gegeben, ihre Taten zu verstecken. Bei Watergate, VW – da ging es immer um Vertuschung. Die Beteiligten wussten, dass sie etwas Verbotenes taten, und wollten nicht erwischt werden. Das ist für mich ein wesentliches Merkmal einer Verschwörung.

Bei Epstein ist das Verblüffende: Alle wussten ungefähr, was dort vor sich ging. Er saß 2008 im Gefängnis und sein Netzwerk, das junge Frauen und Mädchen rekrutierte und missbrauchte, lief danach offenbar weiter.

Lewandowski räumt ein, dass der Epstein-Fall „eine Katastrophe“ sei:

Viele Menschen, die vorher schon bizarre Dinge geglaubt haben, fühlen sich bestätigt. Und Epsteins Netzwerk in Politik, Wissenschaft und Finanzwelt war real. Das ist langfristig auch ein Problem für das Vertrauen in Institutionen.

Es wird die generelle Bereitschaft erhöhen, Verschwörungstheorien zu glauben. Es wird sehr schwer werden, diese Überzeugung aufzubrechen.

Ich glaube, der einzige Weg aus dieser Krise führt darüber, konsequent durchzugreifen und zu sagen: Ihr kommt damit nicht davon.

Tagesspiegel: Was sagt man jemandem, der sagt: „Ich hatte recht, dem Mainstream zu misstrauen.“ Wie reagiert man darauf?

Lewandowski: Man muss anerkennen, dass es immer wieder vorkommt – denken Sie nur an die Lüge von „Massenvernichtungswaffen“ im Irak. Da wurde die Öffentlichkeit belogen, richtig. Und ja, es gibt schlechte Menschen, die schlechte Dinge tun.

Aber man kann daraus nicht schlussfolgern: Also darf ich jetzt glauben, was ich will. Nein, egal was mit Epstein war, der Klimawandel ist kein Schwindel und Impfstoffe vergiften nicht.

Die Realität unterliegt weiterhin Beweisen und Tatsachen.

https://www.youtube.com/watch?v=0v92CbDeWq8

Oder wie Böhmermann es formuliert:

Man muss sich nicht unter die Mütze von Xavier Naidoo begeben, um zu den Epstein Files wirklich einen ganzen Haufen berechtigter Fragen zu haben.

Aber die richtigen. Zum Beispiel:

Wie konnte ein verurteilter Sexualstraftäter so lange in unmittelbarer Nähe politischer und wirtschaftlicher Entscheidungsträger agieren und von dieser Nähe auch geschäftlich profitieren?

Der Fall Epstein zeigt keine allmächtige Verschwörung, sondern das Zusammentreffen von Zugang, Geld und institutioneller Nachsicht.

Zum Weiterlesen:

Kommentare

23 Kommentare zu „„So funktioniert das nicht“: Jan Böhmermann über den vielen Unsinn zu den Epstein-Akten“

  1. Luvana A.

    Triggerwarnung:

    Hoch problematisch empfinde ich als langjährige Geschändete schwerster Pädokriminalität aus Inzest ähnlichen Sozialstrukturen mit mind. zwei Haupt-, einer davon Pädosadis* in Reinkultur und ca. drei Neben-, Tätern*, wie durch die RG-MC-Thesen unsere psychiatrisch forensisch tatmechanisch ergebnisoffen Kohärenz geprüft bestandenen Erfahrungen dadurch extrem klein neben RA-DID wirken – sollen.

    Natürlich lässt sich über unsere Erfahrungen im Einzelfall kaum Emotionen, Reichweite bis Monetarisierung erreichen.

    Aber sollten wir nicht besonders rund um pädokriminelle Misshandelte fähig sein, dieses marktwirtschaftliche Konspirationsnarrativdenken abzulegen?

    Jedes einzelne pädosexualisierte Opfer, jede einzelne Traumatisierte* wie auch jede anderweitig psychiatrisch Erkrankte* mit ihrem Unterstützungsbedarf hat es verdient, als individueller Einzelfall ausserhalb einer Ideologie betrachtet zu werden.

    Die Epstein-Akten-Opfer wurden bereits retraumatisiert durch die Nichtschwärzung ihrer Namen wie Angaben.

    Und jetzt erneut durch die Epstein-Daten-Verschwörung werden sie zusätzlich marginalisiert.

    Ich empfinde dies als eine Katastrophe in unserem Zeitgeist, was dringende Korrektur in unser aller globaler Köpfe benötigt.

  2. Ina Krüger

    Spiegel-Essay von Arno Frank und Max Hoppenstedt (7/26): „Labyrinth ohne Ausgang“ – Die Epstein-Files zeigen: Im Social-Media-Zeitalter kann auch Aufklärung Fakten verschleiern.“

    „Wenn zu Ehren der gegenwärtigen Ära eines Tages ein Themenpark errichtet werden sollte, müsste in braunen Buchstaben über dem Eingang stehen: FLOOD THE ZONE WITH SHIT.“ (eine auf den ehem. Chef-Strategen des Weißen Hauses zurückgehende Metapher, die beschreibt, wie sich ein aufgeklärter Diskurs gezielt unterwandern lässt)

    „Zwar stellt die Veröffentlichung der Epstein-Akten keine Verschleierung dar, im Gegenteil. (…) Dass in dieser Aufklärung aber gleichzeitig eine Antiaufklärung liegt – dass wir prinzipiell empfänglich sind für die Bannons dieser Welt -, hat etwas mit der Art und Weise zu tun, wie Menschen die Welt wahrnehmen. Die Evolution hat uns darauf trainiert, im Chaos der Umwelt nützliche oder gefährliche Muster zu erkennen.

    Man kann das auch positiv formulieren: Wir Menschen gießen aus der ungeordneten, widersprüchlichen Welt unsere eigenen sinnhaften Geschichten. Weshalb aber aus dem Chaos der Epstein-Files reflexhaft jeder und jede herauslesen kann, was seiner oder ihrer Agenda oder Angst entspricht. Und der Fall Epstein spricht den raunenden Anteil in vielen Menschen an, weil er den Argwohn gegenüber politischen und ökonomischen Eliten bespielt, der rechte wie linke Ideen vereint. Es entsteht in diesen Tagen im Netz eine Lotterie aus Nebensächlichem und Wesentlichem, ein Labyrinth ohne Ausgang.“

    Die offenen Fragen würden den Zugang zur Wahrheit momentan weiter verkomplizieren,“während zugleich in Foren neue Nebelkerzen-Threads auftauchen, mit wieder eigenen Theorien zu den Lösch-und Schwärzvorgängen.“

    „In der langen Geschichte politischer Kommunikation haben wir einen Punkt erreicht, an dem maximale Transparenz in ihr Gegenteil umschlägt.“

  3. Ich habe mir nicht das komplette Video angetan: Skeptix wird explizit im neuen Youtube Video von Eintraumapartment/Lunis/Disobey/Nirik genannt. Es handelt sich um eine Art „Aufdeckungsvideo“ über Epstein+Skeptiker.

    Zitat aus ihrem Instabeitrag dazu:

    „Wir zeigen: Forschende wie Elizabeth Loftus und die internationale „Skeptikerbewegung“ sind über ein Netzwerk miteinander verknüpft. Sie wurden dadurch institutionell gestützt und promoted. Und maßgeblich durch Jeffrey Epstein mitfinanziert. Dieses Netzwerk hat von den USA aus starke Verbindungen in die deutsche Skeptikerbewegung wie der GWUP gezogen.“

  4. Bernd Harder

    @Tina W.

    Da hat unsere Schauspielschülerin ja mal den Schwachsinns-Overkill abgeliefert.

    Bester Satz:

    … und bis heute ihre [Elizabeth Loftus] Erfolge wirklich nie wiederholt werden konnten.

    Könnte man schlicht als glatte Lüge bezeichnen:

    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27892833/

    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37113566/

    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33435830/

    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37017540/

    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/acp.70044

    Zwischen Täterstrategien und „Mind Control“ kann sie immer noch nicht unterscheiden.

    Dass Loftus in diversen großen Prozessen für die Verteidigung von Sexualstraftätern aufgetreten ist, kann man natürlich kritisieren. Warum sie das tut, könnte man auch einfach mal nachlesen, zum Beispiel hier:

    https://www.filmdienst.de/film/details/624984/memory-wars-elizabeth-loftus-und-die-macht-der-erinnerung#filmkritik

    Oder in zahllosen Interviews mit Loftus, aber dann könnte man ja nicht mehr ungefiltert Nonsens, Widersprüche und Falschbehauptungen verbreiten für die zahlende Anhängerschaft.

    Hier mal intensiv zu lesen, würde viele ihrer Pseudofragen beantworten:

    https://oparu.uni-ulm.de/server/api/core/bitstreams/0740b509-57a3-4724-a9d6-9000d7abbd45/content

  5. In ihrem kurzen Video zu Hans Delfs liest sie einen Auszug aus seinem Buch vor und vergleicht diesen mit einem Auszug aus dem Buch von Virginia Giuffre. Kann mir hier vielleicht jemand sagen, was Delfs weiterhin ausführt bzw worauf er da hinaus will?

    Erstmal klingt das ja schon ähnlich wie das, was Guiffre über Epstein schreibt, nur kenne ich Luni-Niriks Art, alles nach Lust und Laune aus dem Kontext zu reißen und neu zu interpretieren und dachte, ich frag mal hier nach.

  6. Sebastian

    Habe 16 Minuten von diesem Meisterwerk bis jetzt gesehen. Der Rhetorik nach zu urteilen, möchte ich auch mal ein paar Zusammenhänge „ad hominem“ darlegen …

    Angela Merkel steht in den Epstein Files, Angela Merkel war Bundeskanzlerin und hat immer noch sehr viel Einfluss. Sie pflegte mehr als ein Jahrzehnt intensive Kontakte zum Familienministerium. Dem Familienministerium ist die UBSKM unterstellt. Bei der UBSKM widmet man sich dem Thema Rituelle Gewalt, trifft sich mit Betroffenen und sammelt berichte.

    Ist dies nicht auch nur ein Werkzeug um die wesentlichen „Programmierungen“ im Blick zu behalten?

    Wer weiß was der eigentliche Zweck der UBSKM ist!

  7. Bernd Harder

    @Sebastian:

    Tja, wer weiß?

    Das ist das Aktuellste, was ich dazu finde:

    https://lotoskraft.com/2026/04/10/die-ubskm-verwechselt-ihren-auftrag/

  8. Sebastian

    @Bernd Harder

    Ja, den Artikel hatte ich auch gelesen, wobei seine eigene Geschichte fast schon ein Argument für mehr Überwachung ist. Wenn sich Opfer nicht trauen auszubrechen, kann man sie wohl schlecht weiter der Situation ausgesetzt lassen. Wobei ich meine Zweifel habe, dass es ein adäquates Mittel zur Verhinderung von Missbrauch ist.

    Unpassend finde ich in dem Zusammenhang die Namensänderung mit Fokus auf Kinder und Jugendliche. Der Fall Fernandes & Ulmen hat mit dem Feld ja absolut nichts zu tun.

    Allerdings ist die UBSKM jetzt gesetzlich verankert und es gibt neue Vorgesetzte … vielleicht will da jemand seinen Stempel irgendwo draufdrücken.

  9. Bernd Harder

    @Yvonne:

    Ich darf im Namen von Herrn Delfs diese Stellungnahme von ihm hier veröffentlichen:

    Ich habe den Fall Epstein mit Empörung verfolgt und mich gefragt, wie es kommen konnte, dass sein Treiben lange Zeit zwar bekannt war, aber nicht verfolgt wurde.

    Ich glaube, Lewandowski hat das im obigen Beitrag schon richtig gesehen: „Zusammentreffen von Zugang (zu wichtigen Personen), Geld und institutioneller Nachsicht.“ Wahrscheinlich kam auch mangelnde Zivilcourage bei den Strafverfolgern hinzu, nach dem Motto: „Das ist mir zu heiß!“

    Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass mein Buch „Falsche Erinnerungen an sexuellen Missbrauch: Die unterschätzte Gefahr“ in die Nähe von Epsteins Gedanken gerückt werden könnte. Es gibt aber anscheinend wissenschaftliche Fakten, die man nicht ungestraft äußern darf.

    Dass die gesetzlichen Festlegungen zu sexuellem Missbrauch kulturell bedingt und nicht von Natur aus so sind, ist schon deshalb selbstverständlich, weil jede Gesetzgebung ein Kulturprodukt ist. Ich hatte aber auch hinzugefügt, dass sie nicht ohne Grund so sind, und dass sie in großer Breite gesellschaftlich akzeptiert sind. Schutzbedürftigkeit zu erkennen und in der Gesetzgebung zu verankern ist einfach Teil von Kultur und steht damit im Gegensatz zur Natur, die keine Rücksicht auf Schutzbedürftigkeit nimmt.

    Ich hatte aber auch darauf hingewiesen, dass unsere Gesetze eben nicht in Stein gemeißelt sind und dass sich die Sexualethik ändern kann. Das haben wir vor nicht allzu langer Zeit bei dem Thema Homosexualität erlebt.

    In ihrem Video setzt diese DIS-Dame diese Äußerungen in meinem Buch, die sie zwar wörtlich zitiert, aber doch aus dem großen Zusammenhang reißt, in Beziehung zu einem Text von Virginia Giuffre, einem Epstein-Opfer. Giuffre berichtet, dass Epstein aus der Geschlechtsreife seiner Opfer den Schluss gezogen hat, dass Gesetze zum Schutz Minderjähriger willkürlich und unsinnig seien. Das ist recht genau das Gegenteil meiner Feststellung, dass die gesetzlichen Regelungen nicht ohne Grund so sind, wie sie sind.

    Allein die Tatsache, dass sowohl Epstein als auch ich die naturgegebenen Fakten der Geschlechtsreife in die Betrachtung einbezogen haben, scheint ihr zu genügen, um hier einen Zusammenhang zu konstruieren, auch wenn wir daraus entgegengesetzte Schlüsse gezogen haben.

    Ich frage mich, was die Dame damit erreichen will. Epsteins Ruf zu schaden ist wohl nicht mehr möglich. Ich vermute, sie möchte mein Buch auf diese Weise diskreditieren. Vielleicht versteht man das, wenn man andere ihrer vielen Youtube-Videos ansieht, wozu ich wenig Lust habe. Der Name DIS-obey und der Titel mit dem „DIS“ könnte da vielleicht einen Hinweis geben, denn die Diagnose DIS (Dissoziative Identitätsstörung) habe ich in meinem Buch sehr kritisch betrachtet.

    Es könnte ja sein, dass ihr das nicht schmeckt.

  10. @ Bernd Harder:

    Vielen Dank für Ihre Nachfrage bei Herrn Delfs und auch an ihn meinen Dank für seine Antwort.

    Die gute Luni interpretiert halt wie immer sehr…äh, ich sag mal willkürlich.

    Zu Epstein und seinen Verbindungen in die Welt der Wissenschaft gibt es durchaus interessantere Beiträge:

    https://open.spotify.com/episode/313nHtnHYlkh2TTwVZ0i3X?si=fqB_WjVPTEyEteyC2gEo_Q

  11. Bernd Harder

    @Yvonne:

    Spätestens seit dem Münsteraner Gutachten (Seite 114 ff.) ist der Dame nichts mehr peinlich, um irgendwie noch ein paar Klicks zu bekommen.

    Dass sie Betroffenen von sexuellem Missbrauch „erheblich schadet“, weist sie natürlich entrüstet von sich (in einem aktuellen Video).

  12. @ Bernd Harder:
    Danke für den Link, das ist mir bisher entgangen. Wie kurios diese ganze Geschichte doch ist.

    Ja, sie schadet Opfern sexuellem Missbrauchs und macht sie regelrecht lächerlich. In dieser Schwurbel-Bubble ist die DIS quasi die Traumaelite und die Erzählungen werden immer aberwitziger. Ich würde ja darauf tippen, dass ihre Therapeutin aus dem Dunstkreis von Michaela Huber stammt.

    Letztlich kann ich da nur sagen, dass ich sehr froh um alle Menschen bin, die Aufklärungsarbeit leisten. Aufklärung über tatsächliche Verbrechen, über Schwurbelei und auch über die echte Traumafolgestörungen. Als Betroffene sind mir diese Inszenierungen und Falschbehauptungen absolut unverständlich.

  13. Bernd Harder

    @Yvonne:

    In dieser Schwurbel-Bubble ist die DIS quasi die Traumaelite

    Davon habe ich die Tage auch gehört, dass in den sozialen Medien ein regelrechter Wettbewerb herrscht, den die gut vernetzte und hochaggressive RG-MC-DIS-Bubble unbedingt gewinnen will.

  14. @Bernd Harder:

    Meine Erfahrungen in Selbsthilfeforen lassen mich zumindest zu diesem Fazit kommen.

    Eigentlich hatte ich auf Austausch und Tipps gehofft. Die Realität dort ist allerdings eher die, dass dort viele sehr dramatisch auftreten, von teils zig Anteilen erzählen und diese sehr detailgetreu gestalten.

    Es ist bizarr und mutet wie ein Wettbewerb an, wer das schlimmste erlebt hat, wer die meisten ichs hat… ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, befeuert von Verschwörungsnarrativen.

    Auf die namhaften DISfluenzer wird sich dort auch gerne berufen und ich schätze mal, es gibt einen gewissen Nachahmungseffekt.

  15. Bernd Harder

    @Yvonne:

    Ich würde ja darauf tippen, dass ihre Therapeutin aus dem Dunstkreis von Michaela Huber stammt.

    Zumindest aus dem berüchtigten Münsteraner „Beratungsstelle“-Umfeld, wie man im Gutachten auf Seite 118/119 ableiten kann.

  16. Christine

    @Yvonne und @Bernd Harder

    Das stimmt wohl.

    https://lektorat-tiefsinn.de/toki-nirik-wir-sind-eine-dunkelziffer/

    Hier schreibt eine in ihrem Kommentar zu dem Buch:

    „Da mir schon Krimis zu viel sind und ich dabei oft wegschauen muss, frage ich mich, wie ich es geschafft habe, diese 777 Seiten (eng bedruckt) zu lesen. Ich war zwar vorbereitet durch die Psychologin Michaela Huber, dennoch staune ich darüber. Ich wollte unbedingt wissen, was wirklich vor sich geht.“

  17. Bernd Harder

    @Christine:

    Herrlich:

    In diesem Buch ist nichts gemacht, nichts gekünstelt, nichts manipuliert. Es sprechen ein scharfer, klarer, heller Verstand.

    Münsteraner Gutachten:

    „In vielfacher Hinsicht unplausibel bzw. unglaubhaft.“

  18. Sebastian

    Ist RAMCOA nicht die Elite dieser Bubble?

    „Schilderungen Ritueller Gewalt finden sich in ihrer Akte erstmals im Rahmen einer stationären … . Diese Klinik arbeitete …“

    Wenn die Auswahl nicht so groß wäre.

    Einige Betroffene werden ja auch gerne mal in den Medien herumgereicht. (Klinik am Waldschlösschen)

    https://web.archive.org/web/20230303075527/https:/www.saechsische.de/sachsen/rituelle-gewalt-satanismus-taeter-folter-vergewaltigung-kinderpornographie-prostitution-5384304-plus.html

    https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/bistum-muenster-beratungsstelle-sexuelle-gewalt-100.html

  19. Sebastian

    @Bernd Harder

    Im Moment warte ich lieber ab, wie weit die Regression noch gehen wird … Stichwort „Blinder Fleck“ – ein Film, der immer noch auf Tour ist.

    Zumindest habe ich nichts mehr von Michael Weisfeld gehört:

    https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr/ard-radiofeature/audio-falsche-erinnerung—autor-michael-weisfeld-im-gespraech-100.html

    Vielleicht ist zumindest er vom Thema abgerückt.

  20. Bernd Harder

    Die Lügen bzgl. Herrn Delfs (und andere) setzen sich fort:

    https://nubisinnenwelten.wordpress.com/2026/04/22/offener-brief-an-maithinkx-die-show/

  21. Sebastian

    Haben die voneinander abgeschrieben? Die Argumentation klingt zumindest ziemlich gleich und enthält auch die gleichen logischen Fehlschlüsse wie das Video von Lunis/DIS-Obey/Toki Nirik/Traum-Dingens.

    Einen Teil des Textes habe ich von Copilot (KI) auf rhetorische Manipulationen untersuchen lassen, weil mir der Name für „appeal to emotion“ nicht eingefallen war.

    Einen Satz aus der Analyse fand ich sehr interessant:

    „Diagnosemanuale sind keine Wahrheitskataloge, sondern klinische Klassifikationen, die

    – Konsens
    – klinische Nutzbarkeit
    – Operationalisierbarkeit

    berücksichtigen, nicht allein empirische Existenz. [ usz.ch = https://www.usz.ch/app/uploads/2021/01/Trauma-und-Belastungsdiagnosen-des-ICD11.pdf ]

    -> Inhaltliche Schwäche:
    Der Status in DSM/ICD belegt keine Widerlegung der zugrundeliegenden Gedächtnisforschung, sondern lediglich die Ablehnung eines Syndromlabels.“

    Ist denn bekannt, ob auch schon eine Beschwerde beim Rundfunkrat eingereicht wurde?

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