„Skeptischer Jahresrückblick“ im WTF-Talk bei Twitch

(Lesedauer ca. 2 Minuten)

Skeptischer Jahresrückblick ohne Astrologie, Nostradamus oder sonstige Vor- oder Nachhersagen – das machen wir mal irgendwann im Januar:

https://www.youtube.com/watch?v=KUt8K17Bgno

Stattdessen ging es beim letzten WTF-Talk des Jahres 2025 um Satanic Panic, Homöopathie, „Soldaten des Lichts“ und vieles mehr.

Das Video gibt es bei Youtube, wie auch die übrigen 26 Folgen der vergangenen zwölf Monate:

https://www.youtube.com/watch?v=KUt8K17Bgno

Die Themen werden uns wohl so schnell nicht ausgehen. Am 12. August 2026 steht mal wieder eine totale Sonnenfinsternis an – einen Tag später als 1999. Ob die Untergangsprophet:innen aus ihrem Desaster von damals gelernt haben, werden wir sehen. Das nächste Live-WTF findet jedenfalls am 23. und 24. Mai in Leipzig statt.

Bis dahin:

https://www.instagram.com/p/DS76zavjPc4/

Zum Weiterlesen:

Titelfoto: Freepik/starline

Kommentare

6 Antworten zu „„Skeptischer Jahresrückblick“ im WTF-Talk bei Twitch“

  1. Peter Köhler

    Btw “Soldaten des Lichts” ist seit einigen Tagen in den Mediatheken von ARD und ZDF. (Nach 22 Uhr, aus mir unerfindlichen Gründen.)

  2. Bernd Harder

    @Peter Köhler:

    Danke, ja, wir hatten kurz darauf hingewiesen:

    https://skeptix.org/2025/12/26/verschwoerungs-doku-soldaten-des-lichts-jetzt-im-fernsehen/

  3. Sebastian

    Der im Talk erwähnte Spiegel-Artikel „satanistisch geprägten Kindesmissbrauch“ orientiert sich an der Presse-Meldung der australischen Polizei, wo wortwörtlich „international satanic child sex abuse material ring“ zu lesen ist.

    Sex Crimes Squad charge four men for involvement in an international satanic child sex abuse material ring
    Monday, 01 December 2025 04:08:26 AM
    https://www.police.nsw.gov.au/news/news_article?sq_content_src=%2BdXJsPWh0dHBzOi8vZWJpenByZC5wb2xpY2UubnN3Lmdvdi5hdS9tZWRpYS8xMjIxODQuaHRtbCZhbGw9MQ==

    Zur Einordnung wäre wichtig zu wissen, dass die Organisation OSINT bei den Ermittlungen unterstützt hat, welche ebenfalls bei Ermittlungen zu den Netzwerken „764“ und „Order of Nine Angles“ unterstützt hat.

    CATCHING ‘SATANIC PREDATORS’, PROTECTING KIDS: OSINT Industries Supports NSW Police in Strike Force Constantine Investigation
    https://www.osint.industries/press-release/osint-industries-supports-nsw-police-in-strike-force-constantine-investigation

    Die Verwendung des Wortes „Satanismus“ kommt also von offiziellen Stellen.

  4. Bernd Harder

    @Sebastian:

    Das ist richtig, ich habe mich undifferenziert ausgedrückt.

    Das Wort „Satanismus“ kommt darin vor – es bleibt allerdings völlig unklar, warum und was das konkret bedeuten soll:

    Strike Force Constantine was established by the State Crime Command’s Child Exploitation Internet Unit to investigate the online distribution of child sexual abuse involving ritualistic or satanic themes.

    Die Ermittlungen richten sich auch nicht gegen einen „satanic child sex abuse ring“, sondern einen „satanic child sex abuse material ring“, also gegen den/die Verbreiter von irgendwelchem Material, zu dem es bislang keinerlei näheren Angaben gibt, was darauf zu sehen ist. Insofern stimmt auch die OSINT-Aussage vom „alleged ringleader of the satanic pedophile network“ nicht.

    Das als „Beweis“ für international organisierten rituellen Missbrauch zu feiern, halte ich weiterhin für Unsinn.

  5. Sebastian

    @Bernd Harder

    Einen Beweis wollte ich damit auch gar nicht andeuten. Mir ging es lediglich darum, dass der Begriff „Satanismus“ von offizieller Stelle verwendet wurde. Auch viele australische Medien greifen den Begriff auf.

    Solange es keine weiteren offiziellen Verlautbarungen gibt, wird alles spekulativ bleiben – wobei ich schon finde, dass man sich einiges herleiten kann.

    OSINT selbst unterstützt und schult Behörden in Bezug auf Internetkriminalität. In der Vergangenheit hat OSINT sich lediglich im Zusammenhang mit den Netzwerken „764“ und „Order of Nine Angles“ mit dem Wort „Satanic“ an die Öffentlichkeit gewandt. (https://www.osint.industries/project/avenging-angel-an-osint-activist-fighting-764-sextortion-and-o9a)

    Den folgenden Artikel finde ich zur besseren Einordnung sehr interessant, da dort auch nochmal einige Begrifflichkeiten aufgegriffen werden.

    The Offence of Possessing, Controlling, Producing or Supplying Child Abuse Material in Australia, 9 Dec 2025
    https://www.sydneycriminallawyers.com.au/blog/the-offence-of-possessing-controlling-producing-or-supplying-child-abuse-material-in-australia/

    Ausgehend von den Erklärungen und dem bisherigen Hintergrund von OSINT, wird es eine ähnliche Organisation sein, wie bei den bisher bekannten Netzwerken.

    Mit „Ring“ wird hier vermutlich eher das Netzwerk gemeint sein, was über elektronische Mittel (Server, Datenträger, usw.) für die Verbreitung des Materials gesorgt hat.

    Laut den Artikeln finde ich noch wichtiger zu erwähnen, dass keiner der Täter selbst Kontakt zu den Kindern hatte. Dies bringt das „Netzwerk“ noch mehr in die von mir vermutete Richtung.

    Sollte noch etwas dazu veröffentlicht werden, wenn auch erst in ein paar Jahren, wird man meiner Meinung nach folgendes mitteilen:

    Internetkriminalität, Verbreitung sexueller Darstellungen von Minderjährigen. Vielleicht auch erneut, wie bei 764, Manipulation durch Angst und Scham. (Was ich aber erstmal nicht vermuten würde).

    Was wir definitiv nicht haben werden: über Generationen hinweg ausgeübter Missbrauch mit gezielter Persönlichkeitsspaltung und Mind-Control.

    Und ganz ehrlich: Ich fühle mich schlecht dabei, solche Verbrechen relativieren zu müssen, weil vereinzelte Personen und Organisationen sich diese Pressemitteilung zunutze machen.

  6. Bernd Harder

    @Sebastian:

    Und ganz ehrlich: ich fühle mich schlecht dabei solche Verbrechen relativieren zu müssen, weil vereinzelte Personen und Organisationen sich diese Pressemitteilung zunutze machen.

    Das ist völlig richtig, verstehe ich sehr gut.

    Nichtsdestotrotz werde ich die Tage hier im Blog was dazu machen (müssen), denn genauso widerwärtig ist es, dass bestimmte Personen daraus mal wieder einen „Beweis“ für satanistisch-rituelle Gewalt stricken wollen, nur um ihr albernes Narrativ irgendwie zu retten.

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